Saison 2008 / 2009

Butzbach (br). Ganz locker gingen die beiden zehnjährigen Sport Stacker Hanna Müller (Dragon Stacker Biebesheim) und Ryan Powell (SST Butzbach), die im gemeinsamen Kadertraining für die WM 2009 als „Doppel mit Perspektive“ gesichtet worden waren, zum Finaltisch im Doppel der Altersklasse 10 Jahre und jünger. In der Vorrunde  der Deutschen Sport Stacking Meisterschaften am Samstag hatten sie sich an die Spitze des Feldes gesetzt, jetzt mussten sie 11 Sekunden unterbieten um Deutsche Meister zu werden.

Wie am Schnürchen spulten sie die Stapelfolgen ab, die Hände flogen zum Stoppen auf den Timer, tosender Jubel brach in der Menschentraube rund um den Finaltisch aus: auf der Zeitanzeige leuchteten die Ziffern 8,78 auf, ein sensationeller Weltrekord für diese Altersklasse, der alte Rekord lag bei 10,11 Sekunden! Nur 0,9 Sekunden schneller waren David Wolf und Timo Reuhl als Sieger der Gesamtwertung im Doppel. Die beiden Weltmeister entrissen in einem spannenden Stack-Off-Finale den Brüdern Jonathan und Samuel Kettler (Coburg, 8,21 Sek.) in letzter Sekunde noch den Gesamtsieg und durften die schwarz-rot-goldenen Siegerpokale aus den Händen der Sportkreisvorsitzenden Rosel Schleicher entgegen nehmen.

Beim Finale der Deutschen Sport Stacking Meisterschaften 2009 am vergangenen Sonntag stellten Hanna Müller und Ryan Powell einen fantastischen Weltrekord im Doppel bis 10 Jahre auf.


Gesamtsieger im Doppel wurden die Weltmeister David Wolf und Timo Reuhl vor Jonathan und Samuel Kettler aus Coburg nach spannendem Stack Off Finale.



Die Gesamtwertung aller Einzel gewann Yannick Zittlau (Team Flensburg), der mit 7,11 Sek. die Tagesbestzeit im Cycle und mit 2,52 Sek. auch die schnellste Zeit in 3-6-3 gestackt hatte. Zweiter wurde hier Christoph Sauer (SST Butzbach) mit hervorragenden 2,55 Sek. Ebenfalls den Pokal für Platz 2 in der Gesamtwertung 3-3-3 durfte Timo Reuhl für seine Zeit von 2,18 Sek. entgegen nehmen, hier siegte Jill Claas (Dortmund) mit 2,15 Sekunden. Superschnell waren auch die drei erstplatzierten Zeitstaffeln der Gesamtwertung, das Niveau bei der DM 2009 war hier deutlich höher als bei der WM 2008. Es siegte die Staffel „Komm is jut“ mit Altersklassenweltrekord 18 Jahre und jünger von 13,40 Sek. vor dem SST-Team „Yes we can“ mit Christoph Sauer, Tanja Buchholz, Carina Hieronymi und Marcus Reitz, die 13,77 Sek. benötigten. Dritter wurde das Team „X-Effect“ vom SST Butzbach mit Mohammed Sahraoui, Ruben Kehl, Florian Friedrich und Martin Shmakin in 14,02 Sek.

In der Bilanz aller Entscheidungen konnte das Sport Stacking Team Butzbach bei diesen Meisterschaften seine führende Position in Deutschland einmal mehr behaupten. Mit insgesamt 27 Gold-, 27 Silber- und 14 Bronzemedaillen waren die heimischen Sportler das erfolgreichste Team dieser Meisterschaften. Auf Rang 2 folgte der TSV Achim (bei Bremen), übrigens Ausrichter der DM 2010, mit 13 Gold-, 4 Silber- und 7 Bronzemedaillen. Insgesamt trugen sich Stacker aus 18 Vereinen oder Schulen in die Siegerlisten ein.




Seinen ersten deutschen Meistertitel gewann der 13jährige Leon Reuhl (SST Butzbach) im Cycle der Altersklasse 13 Jahre mit 8,34 Sekunden.


Jüngster Sieger des SST Butzbach war der sechsjährige Felix Mohr, der in den Disziplinen 3-3-3 und 3-6-3 die Goldmedaille erstapelte. Ältester Teilnehmer war übrigens der 75jährige Friedel Neuber aus Salzkotten, der sich allerdings in allen Disiziplinen mit Silber begnügen musste, da die etwas jüngere Waltraud Deutschmann nicht zu schlagen war. Marie Henrich (9 Jahre, SST) ließ sich in 3-3-3 und 3-6-3 ebenso wenig von der Konkurrenz beeindrucken wie ihr Doppelpartner Jonas Rödl bei den 10jährigen. Nur im Doppel hatten die beiden frisch gebackenen Deutschen Meister kein Glück und verpassten das Finale. Ryan Powell (SST) holte die dritte Goldmedaille in der Altersklasse 10 Jahre mit tollen 7,94 Sek. im Cycle. Auch bei den 13jährigen gingen alle Einzeltitel an das SST Butzbach, wobei sich Marcel Römer, David Wolf und Leon Reuhl  die Erfolge freundschaftlich teilten: Marcel gewann bei 3-3-3 (2,38 Sek.) vor David und Leon, David siegte in 3-6-3 in 2,61 Sek. vor Marcel und Leon gewann in 8,34 Sek. den Cycle vor David. Sehr stark war bei den 14jährigen das Finalfeld aufgestellt, so dass Timo Reuhl mit zwei zweiten Plätzen in 3-3-3 (2,18 Sek.) und 3-6-3 (2,68 Sek.) zufrieden sein musste. Im Cycle gelang ihm kein fehlerfreier Versuch, 8,36 Sek. reichten für Platz vier, Deutsche Meisterin wurde Jill Claas mit 7,55 Sek.

Die schnellsten Zeiten wurden am Sonntag am Tisch der 15- und 16-jährigen erzielt. Yannick Zittlau (Flensburg) gelang hier ein glatter Durchmarsch mit Siegen in 3-3-3 (2,22 Sek.), 3-6-3 (2,52 Sek.) und im Cycle mit 7,11 Sek. Silber gab es in 3-3-3 für Tanja Buchholz (SST, 2,28 Sek.) und Christoph Sauer (SST, 2,55 Sek. in 3-6-3). Hier wurde Tanja mit 2,71 Sek. Dritte. Im Cycle holte Florian Friedrich (SST, 7,52 Sek. ) die Bronzemedaille.

Zweimal Gold und einmal Silber baumelten am Ende auch am Hals von Mohammed Sahraoui (SST) nach erfolgreichen Wettkämpfen bei den 17 und 18jährigen, Boris Konrad (SST) gelang bei den 19-24 jährigen mit drei Siegen eine makellose Bilanz gegen starke Konkurrenz. SST-Medaillen gab es auch bei den Masters 3 (45-59 Jahre) durch Ilona Reuhl (Gold in 3-6-3, Silber in 3-3-3) und Heidi Braunewell (Silber in 3-6-3 und Cycle, Bronze in 3-3-3).

Auch in den Doppelentscheidungen waren die Butzbacher Teams ganz vorne mit dabei. Außer Ryan und Hanna sowie David und Timo trugen sich auch erstmals Annette und Jonas Rödl in die Siegerlisten ein. Sie gewannen Gold im Eltern-Kind-Doppel (Kind bis 10 Jahre) in guten 11.36 Sek. Noch schneller waren Aylin und Heidi Braunewell als Sieger des Eltern-Kind-Doppels (Kind 11 Jahre und älter) mit neuer Weltrekordzeit von 10,19 Sekunden! Bronze ging hier an Ilona und Timo Reuhl (SST, 13,22 Sek.).



Bei der Deutschen Meisterschaft im Sport Stacking wurde in Kirch-Göns ein neuer Weltrekord aufgestellt.


Der ganz besondere Dank des ausrichtenden SST Butzbach geht an alle Schiedsrichter und Helfer sowie die zahlreichen Sponsoren, ohne deren aller Mithilfe eine solche Großveranstaltung nicht durchführbar wäre. Auch sportliche Spitzenleistungen wie der Weltrekord von Hanna und Ryan können nur erbracht werden, wenn der äußere Rahmen sorgfältig organisiert und bereitet ist.

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