Saison 2007 / 2008

BUTZBACH (br). Bei den Deutschen Sport Stacking Meisterschaften 2008 am vergangenen Wochenende in Salzkotten waren die Sportler des SST Butzbach äußerst erfolgreich (die BZ berichtete). Auch in der Doppelkonkurrenz zeigten sich die SST-Stacker prächtig aufgelegt und gewannen in sechs von elf Alterskategorien die Goldmedaille. Herausragend war hier die Leistung der beiden Jüngsten, Lavinia Bauer und Ryan Powell, die im Finale der Altersklasse 10 Jahre und jünger den alten Weltrekord von 11,28 Sekunden um über eine Sekunde verbesserten und mit 10,11 Sekunden Deutsche Meister wurden. Ebenfalls Weltrekord stackten bei den Masters 3 Heidi Braunewell und Klaus Christ. Sie verbesserten ihre eigene Rekordmarke von 13,65 auf 13,34 Sekunden. Schnellstes Doppel des Tages waren Timo Reuhl und David Wolf (14 Jahre und jünger) mit 8,70 Sekunden.

Bei den Doppeln stapelt jeder Starter nur mit einer Hand, so dass eine Menge an zusätzlicher Koordination erforderlich ist. Im Finale treffen die fünf schnellsten Doppel der Vorrunde jeder Altersklasse aufeinander. In der Altersklasse 10 Jahre und jünger hatten Marie Henrich und Jonas Rödl mit 12,41 Sek. die drittbeste Vorrundenzeit, fanden im Finale aber nicht zu ihrem Rhythmus und wurden mit 14,68 Sek. Fünfte. Besser lief es bei Lavinia Bauer und Ryan Powell. Mit 11,03 Sek. waren sie Vorrundenzweite und stackten ein grandioses Finale mit drei überaus gelungenen Versuchen. Den schnellsten stoppten sie unter dem Beifall des begeisterten Publikums nach 10,11 Sekunden – Weltrekord! Dies beeindruckte die Vorrundenschnellsten Lukas Drexelius und Jannik Riesel (Usingen) derart, dass sie mit 11,60 Sek. unter ihren Möglichkeiten blieben und auf Platz zwei zurückfielen



Diese beiden Weltrekordhalter-Doppel wurden auch bei den Deutschen Meisterschaften ihrer Favoritenrolle gerecht. Im Eltern/Kind-Doppel siegten Heidi und Aylin Braunewell in 11,24 Sekunden.

Ganz ähnlich lief es bei Sabrina Gargiullo und Klara Härtl in der Altersklasse 12 Jahre und jünger. Nach 10,25 Sek. in der Vorrunde verbesserten sie sich auf 10,05 Sek. und setzten damit das Usinger Team Linda Knecht und Melina Molitor unter Zugzwang. Die beiden lagen mit 9,97 Sek. an der Spitze, kamen im Finale aber über 10,11 Sek. nicht hinaus und damit durften sich die beiden Butzbacherinnen über ihren ersten Deutschen Meistertitel freuen.

Unter 10 Sekunden musste man schon stacken, um in der Altersklasse 14 Jahre und jünger aufs Treppchen zu kommen. Und dort gaben sich am Ende ausschließlich Paare des SST Butzbach ein Stelldichein. Tanja Buchholz und Marcus Reitz steigerten sich nach eher bescheidener Vorrunde auf 9,60 Sek., mussten die Führung aber bald an ihre Teamkameradinnen Aylin und Lorena Braunewell abgeben, die mit 9,16 Sek., so schnell wie nie zuvor waren. Damit war ihnen Silber sicher, nur die amtierenden Weltrekordler konnten sie noch vom oberen Podestplatz verdrängen. Timo Reuhl und David Wolf nahmen die Herausforderung an und sorgten mit einer Zeit von 8,70 Sek. für die schnellste Doppelzeit des Tages. Damit wurden sie zum dritten Mal in Folge Deutscher Meister in dieser Disziplin.

Sogar einen neuen Weltrekord für die Altersklasse 10 Jahre und jünger stackten Lavinia Bauer und Ryan Powell (beide 8 Jahre). Wie unser Bild zeigt, gingen sie mit voller Konzentration zu Werke und schafften eine neue Bestzeit von 10,11 Sekunden.


Sehr spannend war auch die Entscheidung in der Altersklasse 18 Jahre und jünger. Hier hatten sich drei SST-Doppel für das Finale qualifiziert. Isabelle Brauneis und Alisha Debus trainieren erst seit wenigen Wochen zusammen und freuten sich riesig über die Finalteilnahme, die sie mit 11,05 Sek. in der Vorrunde sicherstellten. Im Finale steigerten sie sich sogar auf 10,71 Sek., am Ende Platz fünf. Mit 10,43 Sek. waren Jil Rück und Ann-Katrin Wolf als Vierte nicht ganz zufrieden, die 9 vor dem Komma war ihr Wunschziel gewesen. Die stand bei Miriam Christ und Christoph Sauer, die nach einem schönen Lauf mit 9,06 Sek. die Silbermedaille sicherten, nur Lukas Buhrmester und Yannik Zittlau (8,88 Sek.) waren an diesem Tag schneller.

Bei den Masters 2 hatten Isabell Härtl und Petra Barthel (Butzbach/Usingen) zwar die schnellste Vorrundenzeit, wurden im Finale aber noch von einem Doppel überholt und gewannen mit 13,86 Sek. Silber. Souverän dagegen Heidi Braunewell und Klaus Christ, die in der Vorrunde ihre erste 12er-Zeit auf einem Wettkampf gestackt hatten. Im Finale lief es nicht ganz so rund, aber 13,34 Sek. sind neuer Weltrekord für Masters 3 und brachten dem Doppel den ersten Deutschen Meistertitel. Einen weiteren ließ Heidi Braunewell im Eltern-Kind-Doppel folgen, wo sie mit ihrer Tochter Aylin auch den aktuellen Weltrekord mit 10,68 Sek. hält. Nachdem Petra und Lavinia Bauer hier mit 11,73 Sek. eine neue Bestzeit vorgelegt hatten, an der die drei folgenden Doppel sich vergeblich versuchten, zeigten Heidi und Aylin ihre ganze Nervenstärke und sicherten sich mit 11,24 Sek. den Titel.

Nach diesen tollen Erfolgen blicken einige Doppel mit etwas Wehmut in Richtung Weltmeisterschaft, die im April in Denver (USA) ausgetragen wird. Denn einige Doppel, die in Salzkotten ihre Ausnahmestellung unterstrichen, werden in Denver nicht an den Start gehen können, da einer der Partner aus finanziellen Gründen nicht an der WM teilnehmen kann.

Alle Ergebnisse finden sich im Internet unter www.widey.com.

Text und Fotos: br

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